Zwischen meinen beiden Schwangerschaften liegen 17 Jahre. Ich habe zwei Einzelkinder. Vernünftig ist das nicht. Doch was ist schon Vernunft versus Sinnlichkeit? Ich erlebte mir das Leben von Tag zu Tag in stets weiteren Kreisen. Wie ein Baum, der seine Möglichkeiten in Ringen zählt. Die erste Schwangerschaft war nicht geplant, ich war 21. Im Jahr 1989 war bei jungen Menschen die Liebe vogelfrei und Aids noch weit weg. Dazu kam mein unreifes Selbstvertrauen im Gegensatz zur viel zu vehement gelebten, fast trotzigen Selbstbestimmtheit. An eine Abtreibung verschwendete ich keinen Gedanken. Ich hatte eine klare, meinen Werten entsprechende Haltung. Dennoch: Der Realität allein gegenüberzustehen war eine Herausforderung. Dann, 17 Jahre später, die zweite, geplante Schwangerschaft. Die beiden unterschieden sich wie Wasser und Wind. Aber was ist nun besser: Eine junge Mutter zu sein oder eine bereits reifere? Zwei Plädoyers im Namen von Jugend und Reife.
Leseempfehlung

«Mir ist schlecht»
Vor den Ferien kommt die Anreise. Egal ob per Schiff oder Auto – vielen Kindern wird dabei übel und schwindelig. Was Eltern dagegen tun können.
Zum Artikel

«Anfallende Ablösung 2»
Erkennen: Aus 1 mach 2. Zum Drangewöhnen geht aber die Trennung gaaanz langsam. Entbunden mag das Kind sein, gebunden ist es noch Jahre an die Mutter. Ein Schritt nach dem anderen.
Zum Artikel