Viele Sonnencremes enthalten UV-Filter, also synthetische Substanzen, die UV-Strahlung aufnehmen und in Wärme umwandeln. Nun hat sich gezeigt, dass bestimmte UV-Filter ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen wirken und in der Muttermilch zu finden sind. Über die gesundheitlichen Folgen dieser Verunreinigung durch hormonaktive Substanzen ist wenig bekannt.
Bedenkliche Kosmetika mit UV-Filter
Der Schweizerische Nationalfonds hat ein spezielles Forschungsprogramm für hormonaktive Substanzen in die Welt gerufen. In einer der Studien untersuchten die Forscher die Wirkung von chemischen UV-Filtern an Ratten. Dabei mischten sie ihnen den chemischen UV-Filter 4-MBC unters Futter, der in vielen Sonnencremes enthalten ist. Das Ergebnis: Die männlichen Nachkommen dieser Ratten kamen später in die Pubertät, und ihre Prostata war im Durchschnitt leichter.
In der Schwangerschaft und Stillzeit empfiehlt es sich, möglichst auf UV-Filter-haltige Sonnencremes, Kosmetika und Parfums zu verzichten und stattdessen auf Produkte mit ausschliesslich natürlichen Inhaltsstoffen umzusteigen. Auf chemische Sonnenschutzfilter können wir verzichten, nicht aber auf den Schutz unserer Haut. UV-Strahlen schädigen die Hautzellen, was zu vorzeitiger Hautalterung führt und Hautkrebs fördert.
Die drei wichtigsten Regeln:
- Schatten suchen, vor allem zwischen 11 und 15 Uhr (Kleinkinder bis zu einem Jahr nie der Sonne aussetzen).
- Hut, Sonnenbrille und geeignete Kleidung (dicht gewoben und nicht weiss) tragen.
- Sonnenschutzmittel mit physikalischen UV-Filtern verwenden (Titandioxid, Zinkdioxid).
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