Die Organe von Kleinkindern sind noch nicht ausgereift, deshalb reagiert ihr Organismus besonders empfindlich auf Tabakrauch. Die Atemfrequenz von kleinen Kindern ist zwei- bis dreimal schneller als jene von Erwachsenen, dadurch nehmen sie viel mehr Schadstoffe auf. Passivrauchen kann schlimme Folgen wie den plötzlichen Kindstod, Asthma, Mittelohrentzündungen und akute und chronische Atemwegserkrankungen nach sich ziehen. Die Lungenliga Schweiz empfiehlt im Rahmen des Projekts «Rauchfreie Luft – gesunde Kinder» rauchenden und nichtrauchenden Eltern, ihre Kinder so gut als möglich zu schützen:
♦ Wenn möglich mit dem Rauchen aufhören oder weniger rauchen (Hilfe unter lungenliga.ch/rauchstopp)
♦ Nur auf dem Balkon rauchen
♦ Beim Rauchen auf dem Balkon eine Jacke tragen und diese draussen lassen
♦ Nach dem Rauchen Hände waschen und Mund spülen
♦ Das Auto zur rauchfreien Zone erklären
♦ Möglichst lange Rauchpausen vor dem Stillen machen
♦ Räume, in denen sich das Kind aufhält, am besten aber die ganze Wohnung zur rauchfreien Zone erklären
♦ Gäste darauf hinweisen, dass die Wohnung rauchfrei ist
♦ Grosseltern, Babysitter und andere Bezugspersonen des Kindes bitten, nicht in Anwesenheit des Kindes zu rauchen
♦ Prüfen, ob auch die Betreuungsorte des Kindes (Kindertagesstätten, Tagesmutter) rauchfrei sind
Leseempfehlung

«Wie Ivana mit einem Spenderherz lebt»
In der Schweiz sterben jedes Jahr Kinder, weil es an Spenderorganen fehlt. Ivana (8) hatte Glück, auch sie wäre ohne Spenderherz gestorben. Gut ist deswegen noch lange nicht alles. Die Geschichte einer Familie, die sich nicht unterkriegen lässt.
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