- Gute Stimmung bei Tisch ist wichtiger als Tischsitten und Vitamine.
- Eltern entscheiden, was gekocht wird,
- Kinder wann sie satt sind.
- Kinder brauchen Zeit, um sich an fremde Geschmacksrichtungen zu gewöhnen. Neues immer mal wieder anbieten.
- Essen ist Genuss. Schokolade und Kakao mit Rahm gehören deshalb auch ab und zu auf den Tisch.
- Das Kleinkind ist genauso wichtig wie jedes andere Familienmitglied. Ein Kinderstuhl ist kein Thron.
- Probieren geht über Dozieren. Auch Kinder schmecken den Unterschied zwischen einer ausgereiften Freilandtomate und dem blassen Discounter-Exemplar.
- Gemeinsam mit den Kindern kochen. Sie lieben es, nützlich zu sein und erleben so ganz natürlich eine typische Erwachsenentätigkeit.
- Bedenken: Die Zeit, die man fürs Einkaufen, Kochen und Zusammenkommen zur Mahlzeit braucht, ist eine sehr kluge Investition in den Zusammenhalt der Familie.
- Streitfall Tischsitten. Hier zählt Einigkeit von Mama und Papa. Und: Das gute Vorbild.
- Ab und an vornehm essen zu gehen fördert gutes Benehmen ganz natürlich – allein durch die Atmosphäre.
- Angeheiterte Eltern machen Kindern Angst.
- Zwang bei Tisch zerstört das sinnliche Erlebnis einer schönen Mahlzeit und die Genussfähigkeit.
- Das Kind will ausschliesslich Nudeln essen? Dann wird es sich umstellen müssen. Das Kind ist nicht der Kapitän des Familienschiffs.
➺ Jesper Juul: «Essen kommen. Familientisch — Familienglück», Beltz, Fr. 28.90
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