wir eltern: Welche Idee steckt hinter einer Kinder-Permanence? Für wen eignet sie sich?
Attila Molnar: Mit der Kinder-Permanence bieten wir Eltern eine Alternative ausserhalb des Spitals für die Versorgung der Kinder bei Bagatell-Notfällen. Zu diesen gehört alles, was ambulant versorgt werden kann: z. B. Husten, Schnupfen, Mittelohrentzündungen, kleinere Hautverletzungen, die nicht mehr als eine Naht brauchen, oder Brüche (ohne Fehlstellung der Glieder). Wir werden aber auch konsultiert bei Verdacht auf Lungenentzündung, bei Stürzen, die nicht zur Bewusstseinseintrübung führen, und bei Dehydrierungen.
Tauschen Sie sich mit dem Kinderarzt aus?
Dieser kennt das Kind normalerweise bereits. Wenn es sich um einen schwierigen Fall handelt auf jeden Fall, nur ist der Kinderarzt meistens zu dieser Zeit nicht erreichbar. Auf jeden Fall schicken wir jedem Kinderarzt einen Notfallbericht und rufen bei speziellen Fällen an.
Wann sollten die Eltern doch lieber die Notfallaufnahme eines Spitals aufsuchen?
Falls das Kind schlecht ansprechbar ist: somnolent, komatös oder wenn es sich um schwere Brüche mit Fehlstellungen oder grosse Wunden handelt, die eine Schlafnarkose brauchen. Auch Erkrankungen, die einen Transport via Ambulanz bedürfen (z. B. bei einem Verkehrsunfall) gehören eher ins Spital.
Welche Diagnosen sind häufig im Winter?
Mittelohrentzündungen mit viralem Infekt. Relativ häufig sehen wir auch Hautausschläge, Bindehautentzündungen und Magen-Darm-Grippen. Bei Verdacht auf schlimmere Erkrankungen wie Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen überweisen wir die Kinder ins Spital.
Swiss Medi Kids
Betreiber der Kinder-Permanence im Zürcher HB und in Zürich Seebach, bietet ab März 2014 auch Nothelferkurse für Eltern.
- Infos unter www.kinderpermanence.ch
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