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Antwort von Dr. med. Reto Stoffel, Gynäkologe, Belegarzt der Hirslanden Klinik Im Park in Zürich
Der Begriff Sterngucker ist ein Modewort und hat keine medizinische Bedeutung. Unter der Geburt rotiert der Kopf des Kindes und stellt sich in der Regel so ein, dass der Hinterkopf gegen vorne und das Gesicht gegen das Kreuzbein gerichtet ist. Man spricht von einer «regelrechten Einstellung».
In fünf Prozent der Fälle ist dies nicht der Fall. Dabei kommt es bei normalen Beckenmassen zu einer normalen Geburt. Sie dauert wegen des erhöhten Widerstands aber länger und gelegentlich muss mittels Hilfe (Saugglocke oder Zange) unterstützt werden. Bei knappen Beckenverhältnissen kann es zu einem Geburtsstillstand kommen, der dann einen Kaiserschnitt nötig machen kann. Schaut das Gesicht des Kindes in der Schwangerschaft nach vorne – ist also ein Sterngucker – hat das keine krankhafte Bedeutung, da wie oben erwähnt dies erst unter der Geburt, beim Tiefer treten des Kopfes, den Geburtsablauf beeinflussen kann.
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